Ein typischer Tag in Sudavik…

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Ein typischer Tag mit dem Foxpack in Sudavik beginnt so: Ich werde wach, weil irgendjemand vermeintlich brüllt „don’t look!!!“ Häh, äh…ähm…“No!“… Ich versuche mich blind zu orientieren, erinnere mich an diese Islandsache, vermute ich bin im Zelt. Am Fjord. In der Weltstadt Sudavik. Die brüllende und hektisch um mich herumfuhrwerkende Stimme muss Andrea sein. Oha. What’s going on!?.. Irgendetwas läuft über meine Hand, ich schrecke hoch [wohlgemerkt noch immer blind, ich hör ja auch manchmal auf das was man mir sagt] und taumel blind und sitzend durchs Zelt..Puh..was war denn das!? Es war eine Spinne. Eine der vielen, denn wir hatten unser Lager leider an einem sehr unglücklichen Ort aufgeschlagen [Wer eine Spinnenphobie hat, also so ne echte, der weiß wovon ich spreche. Da versteht man keinen Spaß, wenn die Viecher überall auftauchen und einem das Zeltleben zur Hölle machen!] Andrea wollte mich freundlicherweise nicht wecken, also hat sie versucht, um mich herumzuschlagen. Hm… und weil wir nahezu nur noch in Englisch unterwegs sind, auch untereinander mittlerweile, kam die straighte Ansage “ don“t look“. So startete also der Tag sehr feinfühlig und entspannt, wie man es sich eben an diesem Ort vorstellen kann.
Ein paar Minuten später hab ich mir der Vollständigkeit halber noch den frischen, heißen Kaffee – der liebevoll und stundenlang kochen muss mit unserem Kocher – über die frische Hose geschüttet und dann konnte der Tag endlich losgehen.
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Feeding Freddy um 10Uhr, wobei er fast mit rausgelaufen wäre am Ende und mir die Beine zerkratzt hat [weil Hose ja nur noch halb].

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Materialcheck für die Tour nach Hornstrandir ins Naturschutzreservat, wo die Foxes beobachtet werden, Zeltaufbau zum Trocknen, zwischendurch ein paar „Guided Tours“ [viele Deutsche am frühen Morgen], gefühlte 500 Pfandflaschen zum Rescue Team gefahren um die dortige ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, Lunch [Suppe, wie immer…], wieder ein paar Touren, nette Leute von gestern wiedergetroffen, die sich abends noch verlaufen haben bei nem Trail der vom fox pack entworfen wurde, Zelt hektisch wieder abbauen, da es beginnt zu regnen [sollte ja trocknen], Touren zwischendurch, nette Gespräche mit Schweizern, Österreichern, Deutschen, Kaliforniern, ein zwei fox waffeln als Belohnung fürs Tische im plötzlich strömenden Regen reinstellen, fast Feierabend.

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Mal kurz noch in den Film im „Cinema“ oben reingeschaut, der von einem Deutschen gedreht wurde, der die Tage auch bei uns war und wieder mit nach Hornstrandir fährt. Schöner Film. Ich reiche gern den Titel nach. Die Länge weiß ich noch: 50 Minuten 🙂 Nur noch schnell die Sachen ausm office holen..Kein Schlüssel da..Suchen, wieder an das Islandmotto denken „Iceland, you never know“.. Seh mich schon an diesem grandiosen Tag ohne Waschzeug, iPad, Handtuch usw. zum Zelt schlurfen..Alle verrückt gemacht, Kopf angestrengt, Schlüssel gefunden. Puh!

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Ins little house zum Dinner mit Andrea und Caroline, kochen, essen..ab zum Zeltplatz, heute ist Umzug. Denn: Wir müssen unser Zelt alle vier bis fünf Tage woanders hinstellen, damit das Gras nicht so leidet. Jaja, diese Isländer… Erst haben wir kurz gedacht man könne einfach das gesamte Zelt von a nach b tragen. Geht natürlich nicht. Okay, dann nur n paar Sachen raus, Stangen bleiben. Geht auch nicht. Hey, lass uns doch einfach so tun, als ob wir es komplett neu aufbauen. Ja cool, das machen wir!…

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Nun steht das Zelt also an anderer Stelle, wir wollten mal den zweiten Eingang ausprobieren und haben es deshalb hübsch zum Fjord gestellt, dann jedoch festgestellt dass der zweite Eingang wenig praktisch ist. Schauen wir nun also auf den Berg. Auch schön. Ohne Spinnen..bislang. Andrea musste meinen gesamten Rucksack unter meinen Augen einmal ausräumen und alle Klamotten einzeln ausschütteln, damit ich gut schlafen kann. Und nein, das kann ich rational nicht erklären. Wirklich nicht. Wir sind nicht ganz sicher, ob wir in der area stehen, wo wir stehen dürfen. Vielleicht ziehen wir also bald schon wieder um.
Der Tag schließt dann übrigens noch mit ausgelaufenem Handwaschmittel, sowas wie Rei in der Tube, nur noch fieser und angeblich ohne Geruch. Juchu! Apfel, Bananen, Müsli, Kaffee…alles was man am Morgen zum Leben braucht ist einmal in Gelee eingelegt mit zum Zeltplatz gewandert. Wir freuen uns riesig und hoffen auf Regen in der Nacht. Dabei fällt mir ein, die saure Milch am Morgen, mit der Andrea ihr letztes [!] Müsli angerührt hat, habe ich ganz vergessen zu erwähnen… Morgen ist ein neuer
Tag. Und unser Off-Day an dem wir ins nächste Fjord fahren um ein paar lebensnotwendige Sachen zu shoppen. Größte Stadt hier in der Gegend: Isafjördur. Könnt ihr ja mal googeln [ich empfehle allerdings Ecosia] wie groß das ist 🙂
Wir verabschieden uns mit einem mittlerweile sehr sonnigen Tag, an denen es den isländischen Kollegen viel zu warm war heute zwischendurch. Bei gefühlten 19 Grad auch kein Wunder..

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Sonnige & müde Grüße aus dem organisierten Chaos, morgen vielleicht dann mehr aus Isafjördur, wir müssen mit unseren Einkäufen als Anhalter zurück nach Sudavik. Da gibt’s doch sicher was zu berichten…

Iceland – you never know.
Gute Nacht **

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